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Fakten über die Herstellung von konventionellen Textilien
Wussten sie schon?
Die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Baumwollplantagen sind meist einer enormen Belastung durch Pestizide ausgesetzt, die bei den empfindlichen Baumwollpflanzen massenhaft zum Einsatz kommen.
Zusätzlich herrschen meist schlechte Arbeitsbedingungen und miserable Gesundheitsvorsorge. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jährlich ca. 30 000 Menschen durch den massiven Pestizideinsatz im Baumwollanbau. Ca. 3 Millionen Menschen erkranken jährlich mit Langzeitschädigungen.
Vor allem für die Produktion von Baumwolle werden Unmengen von Ressourcen aufgebraucht. Um ein Kilo spinnfähige Faser herzustellen, braucht man 25 000 Liter Wasser und das in den ohnehin schon trockenen Anbaugebieten wie China, Indien und Usbekistan.
Der Aralsee, einst das viertgrößte Binnengewässer der Welt, „versickert“ in den anliegenden Baumwollplantagen von Kasachstan und Usbekistan. Deren Bewässerung hat bereits 70% seines Speichers aufgebraucht. 1960 hatte der Aralsee ein Volumen von 1040 km³, 1998 betrug es nur noch 181 km³. Das Ufer ist teilweise um 100 km zurückgewichen, wo einst Fischerboote ausliefen, ist jetzt Wüste.
Sein Salzgehalt ist derart angestiegen, dass er das 2,4 fache des Meerwassers erreicht hat Damit ist der See, nun biologisch tot. Durch die Düngemittel, die aus den Baumwollfeldern Usbekistans und Kasachstans in den See gelangen, ist giftiger Salzstaub entstanden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass 150.000 Tonnen jährlich in die Luft geweht werden. Im Blut der Anwohner wurde eine so extreme Chemikalienbelastung nachgewiesen, dass deren Kinder und Enkelkinder noch mit einem hohen Krebsrisiko rechnen müssen.
Beim Bleichen, Färben und antimikrobieller Behandlung, werden weitere Chemikalien verwendet, um schließlich knitterfreie, antistatische oder Wasser abweisende Produkte herzustellen. 90% der Gifte spült das Abwasser weg, der Rest bleibt in der Faser.
Chemierückstände in einem Baumwollshirt können ein Drittel des Gewichts ausmachen
Was können Sie tun?
Kaufen Sie weniger und dafür bessere Qualität!
Zeigen Sie dem Handel, dass Sie auf umwelt- und sozialverträgliche Kleidung Wert legen und kaufen Sie Kleidung aus kontrolliert biologischem Anbau.
Kleiden Sie Ihr Kind mit hochwertiger und natürlicher Kleidung, die nicht im Verdacht steht krank zu machen.
Bio - Produkte und Informationen für das Baby finden Sie unter "Bio Anbieterverzeichnis"
Sollten Sie eigene Produkte diesbzgl. haben, dürfen Sie diese gerne auch hier mit anbieten.
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